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Der frischgebackene Weltmeister Lando Norris sollte eigentlich der Star des Abends sein. Doch FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem stahl ihm einmal mehr die Show und sorgte damit für Unbehagen und Kontroversen.

Der FIA-Präsident zeigt Lando Norris eine Gelbe Karte…

Der Star der Zeremonie war ganz klar Lando NorrisWeltmeister, Held von McLaren, das strahlende Gesicht einer historischen Saison. Doch kurz vor der Pokalübergabe versuchte ein anderer Mann, ihm die Show zu stehlen: Mohammed Ben Sulayem.

Der FIA-Präsident stürzte sich förmlich darauf. Norris Er wuschelte sich vor einem verdutzten Publikum mehrere Sekunden lang heftig durch die Haare. Eine seltsame, fast peinliche Szene, die schnell zum Stadtgespräch wurde.

Dies war kein Einzelfall. Letzten Sonntag in Abu Dhabi Ben Sulayem hatte genau dieselbe Geste wenige Minuten nach Rennende wiederholt. Land Norris Sie wirkte unbehaglich, mit einem gezwungenen Lächeln und abgewandtem Blick.

Durch die Wiederholung wird die Geste weniger amüsant als vielmehr fragwürdig: Handelt es sich einfach um unangebrachte Vertrautheit oder um einen bewussten Versuch, sich dem Bild des Champions aufzuzwingen?

Auf Nachfrage nach der Zeremonie Lando Norris Sie wählten Humor, um die Situation zu entschärfen:

„Ich hoffe, meine Haare sind noch in gutem Zustand.“

Ein Lachen, eine Pirouette, aber eine klare Botschaft: Der Moment war, gelinde gesagt, unerwartet.

Auf der Bühne betonte der Weltmeister dann das Wesentliche und zollte Tribut. McLaren und Oscar Piastrich:

„Wir haben einige großartige Siege errungen, zum Beispiel in Monaco und Silverstone.“

Bevor ich hinzufüge, dann spontaner:

„Aber wir haben auch verdammte Fehler gemacht. Darf ich das hier sagen?“

Für viele mag es eine harmlose Phrase sein, doch in einem Kontext, in dem die FIA ​​die Sanktionen gegen Fluchen verschärft, einschließlich Fluchen in der Privatsphäre der Rennfunkgeräte, ist sie von großer Bedeutung.

Mohammed Ben Sulayem Er reagierte prompt, wenn auch scherzhaft:

„Ich könnte Ihnen dafür eine Geldstrafe von 5.000 Euro auferlegen. Aber ich glaube, Sie werden das Geld für Ihre Haare brauchen, die ich komplett ruiniert habe.“ »

Ein Witz, gewiss. Aber auch eine sehr öffentliche Erinnerung an die Autorität des Präsidenten, mitten in der Krönung eines Weltmeisters.

Am Freitag wurde er als Präsident der FIA wiedergewählt. Mohammed Ben Sulayem Er tritt eine neue Amtszeit an, die bis Dezember 2029 dauern soll. Eine Wiederwahl ohne Spannung: Er war der einzige Kandidat.

Doch hinter den Kulissen brodelt die Unzufriedenheit. Die Wahl wird von einigen als undemokratisch betrachtet, und es wurden mehrere Anträge auf Neuwahl gestellt.

Das Urteil wird am 16. Februar erwartet.

In Taschkent Lando Norris Er wurde zum Weltmeister gekrönt. Doch das Bild, das bleiben wird, dürfte wohl das eines Präsidenten sein, der seinen Platz im Rampenlicht sucht, selbst wenn dies bedeutet, die Grenzen zwischen Feier, Autorität und Unbehagen zu verwischen.

Was, wenn die FIA ​​in ihrem unerbittlichen Streben nach Anerkennung am Ende diejenigen in den Schatten stellt, die sie eigentlich ehren soll?