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MotoGP

Die MotoGP-Saison 2026 verspricht bereits 22 Grands Prix, eine Rückkehr nach Brasilien und einen gnadenlosen technischen Kampf... doch derzeit ist es unmöglich, den Wintertestkalender zu vervollständigen. Und der Grund dafür sind nicht etwa Reifen- oder Motorprobleme: Es ist eine geopolitische und marketingbedingte Unentschlossenheit darüber, in welcher Stadt der Saisonstart stattfinden wird.

Das Format „Präsentation + Tests“, das in Bangkok im Jahr 2025, war ein Erfolg. Dorna will es wiederholen. Aber wo? Drei Städte stehen zur Debatte:

Kuala Lumpur : Favorit, da Sepang die Fahrer Anfang Februar erwartet. Praktische und effektive Lösung.

Melbourne : glamourös, aber ein logistischer Albtraum. Man müsste die gesamte Ausrüstung transportieren oder sich mit einfachen Showbikes zufrieden geben.

Singapur : Hochwertige, medienfreundliche Karte mit dem idealen futuristischen Setting … aber ein finanzielles und diplomatisches Problem.

Allerdings verzögert die Ungewissheit darüber, in welcher Stadt der Saisonstart stattfinden wird, die Fertigstellung des Testplans …

In Wirklichkeit Sepang ist nur eine Stunde entfernt Kuala Lumpur, die sich als „Plug & Play“-Lösung präsentiert. Ein Start in der malaysischen Hauptstadt würde nahtlose Folgetests ermöglichen. Keine Notwendigkeit mehrerer Frachtflüge, keine unnötigen Risiken. Kurz gesagt: Alle drängen im Stillen auf Kuala Lumpur.

Malaysia MotoGP

Einen Monat nach Bekanntgabe des Rennkalenders bleibt die MotoGP-Nebensaison unklar

Mais Dorna träumt davon, seine Präsenz in Australien auszuweiten. Allerdings Melbourneist ein australischer Traum, der sich nicht mehr halten lässt. Um dort eine Weltmeisterschaft zu organisieren, müssen MotoGP-Prototypen um die halbe Welt geschickt werden, bevor sie überhaupt zum Testen nach Asien zurückkehren. Daher stellen sich manche einen Start mit Dummy-Bikes vor – eine große Herausforderung für einen Sport, der von extremer Technologie lebt.

Endlich ein Start bei Singapur hätte einen gewissen Reiz. Skylines, internationale Medien, XXL-Sponsorenpräsenz. Aber auch hier bringen die Zahlen einen zum Husten: exorbitante Preise, überlastete Logistik. Das Spektakel hätte auch seinen Preis.

Während Ducati, KTM, Honda, Aprilia et Yamaha planen bereits ihre technischen Programme, das Fahrerlager Die Rennwoche hält den Atem an: Ohne eine bestätigte Stadt ist es unmöglich, den Testplan zu veröffentlichen. Einen Monat nach Bekanntgabe des Rennkalenders ist die Off-Season noch immer unklar.

Die MotoGP möchte einen spektakulären Saisonstart hinlegen, doch diese Austragung verzögert alles andere. Kuala Lumpur ist die rationale Lösung, Melbourne die exotische Karte, Singapur die Medienwette. Solange Dorna nicht den grünen Knopf drücken, die Vorsaison bleibt stehen...

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